10 Gründe, warum du Kurzgeschichten lesen solltest

Warum du Kurzgeschichten lesen solltest

Warum soll ich eine Kurzgeschichte lesen?

Weil du dann nicht in den Sog der Algorithmen gerätst, dein Dopaminspiegel nicht verrückt spielt. Du bist flexibler und hast schneller Erfolg als bei dicken Büchern. Kurzgeschichten kann man immer und überall lesen. Und weil sie so schnell weggelesen sind, kannst du auch mal etwas völlig Neues ausprobieren.

1. Besser als Doomscrolling

Unser Gehirn ist ja so gepolt, dass wir alles, bei dem wir schnell ein Erfolgserlebnis haben, immer wieder machen wollen. Deshalb funktionieren TikTok und Co. so gut.

Jedes Video das Versprechen auf eine ordentliche Dosis Dopamin. Nur dass uns das nicht guttut. Wie also davon wegkommen: mit Lesen.

Falls du mehr darüber wissen willst, warum es so schwierig ist, das Handy wegzulegen und wie du es doch schaffst, dann hol dir meinen Ratgeber „Informieren ohne zu verzweifeln“ für 0.-€

Die sozialen Medien leben davon, möglichst viele Emotionen zu erwecken. Und weil unser Gehirn schneller auf Gefahr reagiert als auf Angenehmes, ist der meiste Content darauf ausgelegt, dich wütend oder ängstlich zu machen. Du hast also in 10 Minuten mehr unterschiedliche Emotionen, als dein Körper eigentlich verarbeiten kann.

Wenn du in eine Geschichte eintauchst, dann werden diese Gefühle in einem ordentlichen Spannungsbogen entwickelt. Und weil eine Kurzgeschichte nicht für den schnellen Klick geschrieben ist, darfst du auch angenehme Emotionen wie Liebe und Humor genießen.

So, wie wir das seit Jahrtausenden an jedem Lagerfeuer eingeübt haben.

2. Du musst nicht dranbleiben

Vielleicht schreckt dich ein dickes Buch ab, weil du nicht weißt, ob du die Zeit finden wirst, es auch fertig zu lesen. Also fängt man gar nicht an und verschwendet die Stunden beim Endlosscrollen. Bei Kurzgeschichten ist das Ende absehbar. Und wenn du mehr Zeit hast, liest du einfach die nächste. Blättern statt scrollen.

3.Dafür reicht die Aufmerksamkeitsspanne

Wir sind ja durch das Tempo und die Informationsdichte der sozialen Medien mittlerweile kaum noch in der Lage, unsere Aufmerksamkeit länger an einer Sache zu halten. Es kann also am Anfang eine Herausforderung sein, einen längeren Text zu lesen.

Ich merke das auch immer wieder, wenn ich ewig brauche, bis ich in ein Buch hineingefunden habe. Und da sind Kurzgeschichten hilfreich. Auch wenn man immer wieder aufhört, die paar Seiten sind dann doch schaffbar. Und damit hast du dann dein Gehirn wieder ein bisschen an das normale Lesen gewöhnt.

4.Du kannst andere Genres ausprobieren

Wenn du am liebsten blutrünstige Thriller magst, schreckst du vielleicht vor einer romantischen Komödie zurück. Und umgekehrt magst du als Romantasyfan vielleicht keinen Krimi.

Aber mal ein paar Seiten »fremdgehen«? Kein Problem mit einer Kurzgeschichte. Und wer weiß, vielleicht kommst du ja doch auf den Geschmack. Ich nutze das auch beim Schreiben.

5.Thema statt Genre

Oft gibt es Anthologien zu einem bestimmten Thema. Ich habe früher immer Geschichten über Pferde gelesen.

Mein Geschichtswissen (oft wurde von berühmten Männern und ihren tapferen Gefährten erzählt) ist ganz unauffällig gestiegen.

Aber ich habe auch verschiedene Stile, Zeitepochen und Genres kennengelernt. Und natürlich unglaublich viel über Pferde.

Wenn du ein paar positive Geschichten brauchst, dann schau doch mal bei unserer Anthologie „Sonnenerwachen“ vorbei.

6.Genau die richtige Länge zum Einschlafen

All die Leseratten unter uns kennen das: Nur noch ein Kapitel.

Und dann ist die halbe Nacht vorbei und wir sind am nächsten Tag todmüde. Aber du willst doch wissen, wie es ausgeht! Das kann bei Kurzgeschichten nicht passieren. Außer du beginnst eine Anthologie und dann heißt es: Nur noch eine Story 🙂

7. Weniger zu schleppen

Viele lesen ja extra Bücher, um weg von den Bildschirmen zu kommen. Aber immer ein Buch mitzuschleppen ist auch schwierig.

Deshalb gibt es Kurzgeschichten auch »abgepackt«. Meine z.B. hier.

Die kann man sich in die Hosentasche stecken und überall dort lesen, wo man halt gerade ist.

8.Kurzgeschichten sind einfacher zu lesen

Eines der Merkmale von Kurzgeschichten ist ihre einfachere Struktur.

Hier gibt es nur einen Handlungsstrang, wenige Figuren und meistens ist auch das Setting bekannt und wechselt nicht.

Das macht es leichter, der Geschichte zu folgen. Nach einer Unterbrechung muss man nicht überlegen, wer gerade was wo gemacht hat. Damit ist es auch z.B. auch als Spielplatzlektüre geeignet.

9. Fremdsprachentraining

Kurzgeschichten sind perfekt, um eine Fremdsprache zu üben.

Sie sind in einer vernünftigen Zeit zu schaffen, egal wie langsam man liest. Weil sie einfach strukturiert sind, kann man der Handlung auch folgen, wenn einem ein paar Vokabeln fehlen.

Und das Erfolgserlebnis motiviert zur nächsten Story und vielleicht dann doch einmal zu einem ganzen Buch.

10 Weil du Autorinnen unterstützen kannst

Eine Kurzgeschichte ist viel billiger als ein ganzes Buch. Bei einer Anthologie, also einer Sammlung von Kurzgeschichten, bekommst du die Werke von verschiedenen AutorInnen zu lesen. Damit gibst du ihnen die Möglichkeit, ihre Geschichten zu schreiben. Das machen wir nämlich hauptsächlich deswegen, damit sie auch gelesen werden.

Überzeugt? Dann hol dir doch gleich meine Fantasy-Geschichte „Der zukünftige Kaiser“

Susan ist Soziologin, Dipl.Verwaltungswirtin (FH) und seit vielen Jahren als Autorin aktiv. Als Lilian Dexter schreibt sie Erzählungen, die gesellschaftliche Themen in eine literarische Form bringen – ohne moralischen Zeigefinger, aber mit dem Anspruch, Denkanstöße zu geben. Nebenbei gibt sie Sportstunden und engagiert sich politisch und ehrenamtlich.

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